Sonne + Phosphat = Algensalat !

Algen gehören zum Gartenteich und sind sogar als guter Sauerstoffproduzent äußerst wertvoll. Doch Massenvermehrung der Fadenalgen oder zu starke Trübung durch Schwebealgen zeigen eine Störung des biologischen Gleichgewichts an. In der Regel gilt es, das Überangebot an Nährstoffen zu reduzieren, damit kein Algensalat entsteht, der die Karbonhärte senkt und den ph-Wert ins schwanken bringt.

Phosphat ist im Wasser vorhanden und dient der Alge als Hauptnährstoff. Achten sie unbedingt darauf, dass keine zusätzlichen Phosphate- zum Beispiel durch Gartendünger- in den Teich gelangen. Im Wachstum nimmt die Alge Phosphate auf. Absterbende Algen geben aber das Phosphat wieder zurück, was dann neuem Wachstum weiterer Algen zur Verfügung steht. Ein Kreislauf!

Phosphat kann vorbeugend gebunden werden, zum Beispiel mit Algenstopp- Phosphatbinder. Die Anwendung sollte sinnvoller Weise vor und auch nach der Winterpause erfolgen, damit das von absterbenden Algen freigesetzte Phosphat nicht im folgenden Frühjahr eine Algenblüte auslöst.

Der Stickstoffkreislauf

  1. Futter, Laub, Regen, Dünger (Phosphate) und Pflanzenreste gelangen in den Gartenteich und belaste ihn. Im Wasser gelöstes Phosphat (PO4) dient Algen als Grundnährstoff. Daher muss es gebunden werden.
  2. Bakterien zersetzen die organischen Substanzen und verbrauchen dabei Sauerstoff. Es entsteht Ammonium (NH3) und Ammoniak (NH4).
  3. Weitere Bakterien (Nitrosomonas) wandeln Ammonium/ Ammoniak in Nitrit (Nitritation). Dabei wird weiterer Sauerstoff verbraucht.
  4. Bakterien der Gattung Nitrobacter wandeln in der Nitration das für den Fisch gefährliche Nitrit in Nitrat.
  5. das ungefährliche Nitrat steht den Pflanzen als neuer Nährstoff zur Verfügung. Dieser Wert sollte allerdings 50mg/L nicht übersteigen, sonst gibt es Algensalat.

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